Neue Kasse, aber sofort!!!!

Machmal fragt man sich echt, was in manchen Köpfen der Kunden vorgeht. So eine Geschichte möchte ich heute erzählen. Es war ein ruhiger Vormittag und meine Schicht dauerte noch 30 Minuten. Ich saß an Kasse 7 und hatte noch 2 Kolleginnen an Kasse 9 und 10 stehen bzw sitzen. Jede von uns bediente gerade einen Kunden mit einem kleinen Einkauf und dahinter standen jeweils 2 Kunden mit höchsten 5 Artikel. Wartezeit also vielleicht 2-3 Minuten.

Ich scanne also gerade die Artikel des aktuellen Kunden, als ich einen Schatten im Augenwinkel sehe. Ich gucke hoch und sehe eine Kundin, welche 5 Artikel auf das Kassenband der Kasse 6 Gelegt hat, welche momentan geschlossen ist. Ich spreche die Kundin an und sage: „Entschuldigung diese Kasse ist geschlossen. Wir haben 3 andere offene Kassen.“

Da pampt mich die Kundin an, dass ich sofort jemanden holen sollte, der sie kassiert. Ich: „Tut mir leid, dies Kollegin kommt erst im 30 Minuten und öffnet die Kasse!“ Ich darf mir zunächst ein „Unverschämt“ anhören und dann: „Dann kommen Sie halt eben mal rüben und bedienen mich!“. Ich „Tut mir leid ich darf meine Kasse nicht verlassen und erst recht nicht an 2 Kassen gleichzeitig kassierern, zumal ich für Kasse 6 keine Kassenlade habe!“. Die Kunden murmelt sich irgendetwas in den Bart, wobei ich nur die Worte: „zu faul“ verstehe. Klar ich kann mich auch halbieren und an 2 Kassen gleichzeitig arbeiten.

Dann pamt sie mich an“ Ich habe keine Zeit mehr hier zu warten“. Daraufhin sage ich nur, dass Sie entweder an Kasse 7, 9, 10 oder zur Kundeninfo gehen soll und das sie dort gerne und schnell bedient wird.

Die Kundin schnappt sich maulend ihre 5 Artikel und stellt sich an Kasse 9 an um dort meine Kollegin Verena anzumaulen. Als sie dran ist hat sie aber genügend Zeit sind 1. ihr SdP-Punkte verrechnen zu lassen und sich auch gleich noch 200€ auszahlen zu lassen. Ich kassiere meine Kunden weiter und kurze Zeit später taucht die Kundin an meiner Kasse auf. Sie hat eine Bekannte entdeckt, welche ich gerade abkassiere und plötzlich hat sie stundenlang Zeit.

Als ich 25 Minuten später abgelöst werde, steht sie immer noch mit ihrer Bekannten keine 5m von meiner Kasse entfernt und quatscht mir ihr über Gott und die Welt. SElbst als ich selbst 20 Minuten später meinen kleinen Einkauf bezahle, stehten die beiden Damen dort immer noch und sabbeln.

Als ich an Ihnen vorbei gehe um meine Wirkungsstätte zu verlassen und den nächsten Bus zu bekommen, höre ich nur noch, wie die Kundin zu ihrer Bekannten sagt: „Das Personal hier ist auch sehr faul. Ich habe keine zeit und die wollten für mich keine Kasse öffnen!“

Tja wer nach seinem Einkauf aber fast 1 Stunde Zeit hat mit Bekannten zu quatschen, kann sich auch für 2 Minuten an einer Kasse anstellen findet

Stine die Biene

Kindermund #1

Heute haben ich einen kleinen, aber feinen Kindermund über den sich die Mutter nd ich ich herrlich amüsieren konnten. Dieser kam von einem Mädchen, welches ca 8 Jahre alt war und welche ich jetzt einfach mal Conny nenne.

Die Mutter hatte einen sehr vollen Einkaufswagen und fing an das Band zu beladen. Töchterchen scickte sie mit ihrer Kinderzeitschrift vor. Diese wollte Conny von ihrem Taschengeld bezahlen. Conny legte die Zeitschrift aufs Band und wartete geduldig ab, wie Mama das Band belud.

Man merkte Conny an, dass sie über etwas nachdachte und da platzte sie auch schon heraus:

„Mama so viel wie du aufs Band packst, kann ich von meinem Geld gar nicht bezahlen.“

Die mama fing leicht an zu lachen und meinte dann: „Keine Angst Conny. Das musst du nicht bezahlen. Ich lege zwischen deine Zeitschirft und die Lebensmittel einen Stab. Dann weiß die Kassiererin Bescheid und du bezahlst nur deine Zeitschrift.“

Erleichtung stand der Conny ins Gesicht geschrieben und sie zahlte nun fröhlich ihre Zeitung. Solche süßen Kindermünder können einem echt den Alltag an der Kasse versüßen findet

Stine die Biene

Kindererziehung = Glückssache ?!? #1

Dies soll der Auftakt zu einer neuen Reihe werden, denn mit KIndern hat man immer was zu erzählen. Den Auftakt macht heute ein kleiner Junge, den ich jetzt einfach Fynn taufe.

Es war an einem Montag und ich musste die Spätschicht von 16-20 Uhr an Kasse 6 arbeiten. Mir gegenüber an Kasse 7 saß meine Kollegin Heidi. Es war sehr voll und wir hatten gut zu tun. Ich kassierte gerade eine Mutter mit 2 Töchtern (ca 9 und 7 Jahre alt) ab, wobei die Mädels sich vorbiidlich benahmen. Dahinter stand ein junges Päarchen ohne Kinder und dann packte eine weitere Dame auf, welche ich mir noch nicht näher anschaute. Plötzlich riss mich ein Kreischen aus meiner Scanroutine, welches aus der Richtung der Dame kam. Sie hatte 2 Kinder dabei. Ein Mädchen (ca 8 Jahre), welches ich jetzt Finja nenne und einen Jungen (ca 4 Jahre), welchen ich jetzt Fynn nenne.

Fynn kreischte in den höchsten Tönen, denn sein geliebter Joghurt (welcher mit Smarties im Deckel) war kaputt. Fynn hatte ihn wol aus dem Einkaufswagen genommen und wollte ihn mit Schwung auf das Kassenband werfen, als dieser von eben diesem runterfiel und kaputt ging. Die Mutter herrschte ihn an: „Fynn der ist jetzt kaputt!“, was Fynn noch lauter kreischen lies. Die Gläser in der Gastro fingen an im Schrank zu klirren.

Ich reichte der Mutter eine kleine Plastiktüte und Papier und fragte, ob die Reinigungskraft von Nöten wäre, was verneint wurde. Die Mutter macht den Boden eben schnell selbst sauber, packte den Joghurt mit dem Papier in die Tüte und reichte ihn mir. Ich verstaute die Tüte in einem kleinen Korb unter der Kasse. Den Rest würde nachher die Kassenaufsicht Jutta erledigen und ich kassierte weiter.

Die Mutter packte weiter auf und Fynn kreischte in höchsten Tönen: „Wo ist mein Joghurt?“ Die Mutter reagierte nicht. Ich hatte nun die ersten Kunden zu ende kassiert und kümmerte mich um des junge Päarchen. Finja ging das Kreischen wohl mittlerweile auf den Geist und sie herrschte ihren Bruder an: „Fresse! Der ist kaputt! Den hast du auf den Boden geschmissen!“ Auf diesem lag nun ein kreischender Fynn. Die Mutter zog ihn wieder hoch und schob den leeren Einkaufswagen nach vorne. Nun gaben die Gläser in der Gastro nach und zersprangen in 1000 Teile. Fynn nutzte den Moment und riss sich los um einen neuen Joghurt zu holen. Mutter erwischte ihn aber noch am Jackenzipfel und versuchte ihn in den Einkaufswagen zu setzen. Da Fynn sich aber kreischend wand wie eine Schlange, musste sie das Vorhaben aufgeben. Die Leiterin des Backshops versuchte nun verzweifelt ihre Gläser und Becher zu retten.

Das Päarchen war nun auch abkassiert und Fynn mit Familie war dran. Als 1. fragte er wieder nach seinem Joghurt. Ich holte die Tüte hervor und zeigte ihm, dass er kaputt ist. Nein in dem Moment bleib das Kreischen aus. Fynn guckte mich nur schmollend an. Ich packte die Tüte weg und fing das scannen ab. Ein weiterer Joghurt (der gleiche den Fynn auf den Boden geworfen hatte) ging nun über den Scanner und Fynn rief: „Mein Joghurt“. Finja grätschte rein und meinte: „Nö meiner!! Deiner liegt kaputt im Mülleimer!“ Dann nahm sie sich den Joghurt und streckte Fynn die Zunge raus. Dieser fing wieder das Kreischen an. Diesmal mussten die Gläser in der Bäckerei dran glauben und Heidi und ich wünschten und dringend Ohrstöpsel. Die Mutter fing mit Finja das Schimpfen an und sah nur noch aus dem Augenwinkel, dass Fynn wieder los rannte. Das Zeil diesmal: Die Quengelware an Heidis Kasse. Er kam mit ca 8 verschiedenen Süßigkeiten wieder, welche die Mutter alle wieder zurücklegte, was einen erneuten Kreischanfall auslöste. Nun verabschiedten sich die Gläser der Haushaltswarenabteilung. Um das Theater abzukürzen legte die Mutter 2 Kinderriegel auf das Band.

Diese scannte ich auch gleich und jedes der Kinder nahm sich einen Riegel. Das Papier lag schneller auf dem Boden, wie man gucken kommte und …..es kam was kommen musste. Fyn kreischte schon wieder. Eine der Kammern des Riegelns war abgebrochen und DAS ging gar nicht. Nun hatten wir mittlerweile Angst um unsere Fenster und die Eingangstüre, denn lange konnten sie dem Gekreische nicht mehr standhalten. Heidi und ich waren mittlerweile fast taub.

Die Mutter schmiss die letzten Waren in den Einkaufswagen und bezahlte schnell und verabschiedete sich. Man merkte ihr an, dass ihr das Ganze sehr peinlich war. Fynn folgte dann auch brav kauend, bis der die Auslage des Asia Imbisses entdeckte, denn dort waren mehrere Schalen mit Sushi aufgebaut. Ohne vermutlich zu wissen, was dieses ist, wollte er eine Schale haben. Die Mutter tat ihm diesen Gefallen nicht, was wieder dazu führt, dass Fynn kreischend auf dem Boden lag und unsere Fenster den ersten Sprung bekamen.

Als wäre das nicht genug, bekam der kreischende Fynn noch ein „Blödmann“ von Finja an den Kopf geschmissen. Die Mutter guckte böse und versuchte Fynn von Boden hoch zubekommen. Dieses glang erst, als die Mutter beiden Kindern etwas vom Bäcker verprach, weil beide sich ja so brav benommen hätten.

Heidi und ich guckten uns an und schüttelten dezent den Kopf. Was bei der Familie den braves Benehmen wäre und ob Kindererziehung manchmal Glücksache ist fragte sich in dem Moment wohl nicht nur

Stine die Biene

Mieses Karma oder Wenn Unfreundlichkeit bestraft wird

Viele der Kunden die man täglich an seiner Kasse hat, sind freundlich und höflich. Einige – und diese Fraktion wird leider wöchentlich mehr – ist es nicht. Das sowas aber auch bestraft werden kann, zeigt die heutige Geschichte.

Ich musste von 10-14 Uhr arbeiten und es war gerade ruhige Mittagszeit. Zu mir an die Kasse kam ein junger Mann (ca Mitte 20) mit einen gemischten Salat und 2 Glasflaschen Cola. Ich grüßte ihn höflich und bekam keine Antwort. Ich scannte die Waren und nannte den Betrag mit einem „Bitte“. Keine Antwort

Zu diesem Zeitpunkt dachte ich, dass der Mann entweder nicht hört oder nicht sprechen kann. Allerdings sollte ich mich da täuschen, denn als ich nach der SdP-Karte frage, bekam ich ein plattes „Nö“ an den Kopf geknallt. Er bezahlte und ich gab das Rückgeld mit eine Bitte heraus und dazu den Bon und verabschiedete den Kunden höflich. Im Stillen ärgerte ich mich über das Verhalten. Allerdings griff dann das Schicksal in die Kiste des „Miesen Karmas“ und rächte diese Unhöflichkeit.

Der Kunde schnappte sich den Salat und die 2 Glasflaschen und drehte sich um die eigene Achse. Leider etwas zu schwungvoll, denn mitten in der Drehung rutsche eine Glasflasche aus der Hand und knallte auf den Boden vor der Kasse. Dem jungen Mann entfleuchte ein „Scheiße“ und er lief rot an. Er warf mir einen kurzen Blick zu und flüchtete dann in Richtung Ausgang.

Ich konnte mir nun ein dezentes Lachen nicht mehr verkneifen und während ich die Reinigungskraft an meine Kasse bat, dachte ich nur noch „Mieses Karma“.

Die Kunden sollten zum Personal also daoch freundlich sein, denn sowas kann sich ganz schnell rächen, findet

Stine die Biene

Nordrhein-Vandalen-Tag oder Hilfe sie vergessen ihr Hirn an der Grenze

Das meine Wirkungsstätte in Niedersachsen liegt, habe ich ja schon mal erwähnt. So trifft uns leider zwei Mal im Jahr der Nordrhein-Vandalen-Tag. Immer an Frohenleichnam und am 01. November. Der Name (oder von einigen Arbeitskollegen auch liebevoll „Bauerntrampeltag“ genannt) haben sie die NRWler selbst zu zuschreiben. NRW kann nämlich nicht freudlich und höflich. Die Eigenschaften werden grundsätzlich zu Hause gelassen. Sie könnern nur meckern, motzen und das Personal wie den letzten Dreck behandeln.

Allerdings wollen die NRWler shoppen und reisen daher teilweise mehrere hundert Kilometer an. Was das nächste Problem darstellt, denn Niedrsachen hat andere Angebote in der Werbung wie NRW und umgekehrt, denn wir haben unterschiedliche Zentralen. Daher stellen wir schon im Eingangbereich einen Aufsteller auf, der die Kunden darauf hinweist. Eigentlich sollte jeder lesen können. In der Realtität klappt das allerdings nicht. Soweit – sogut….oder auch nicht.

Wir schreiben den 01. November und ich muss von 12-16 Uhr die Mittelschicht arbeiten. Ich sitze an Kasse 7 und mir gegenüber sitzt meine Lieblingskollegin, welche ich jetzt mal Martina nenne. Der Ansturm auf unsere Kassen ist gewaltig, nur höfliche Kunden haben wir bislang an diesem Tag noch nicht erlebt. OK wir kennen das und es kann unserer Laune nichts mehr anhaben. Was das größere Problem ist: ein Werbeangebot, welches nur in NRW gilt und nicht in Niedersachsen. Wenn man in NRW einen ganz bestimmten Fernseher für 500,-€ und eine Soundbar für 130,-€ kauft, bekommt man einen 100,-€-Gutschein geschenkt. Aber wie gesagt, DASS gilt NUR in NRW!!!

Das durften wir bisher auch schon so einigen Kunden sehr freundlich erklären und die Elektroabteilung musste schon so einige Geräte wieder zurück in die Regale räumen und unsere Kassenaufsicht Ricarda schon so einige Bonstornos machen. Das man dann von den Kunden noch zusätzlich beschimpft wird, bekommt man gratis oben drauf. Naja egal, denn das was jetzt kommt, schlägt dem Fass den Boden auf.

Durch den halben Laden hörte man schon das Gemotze einer Frauenstimme und in einer kurzen Klopause erfuhr ich zwischen Tür und Angel, dass sich diese Kundenin schon mit dem Leiter der Lebensmittelabteilung angelegt hatte, weil ein bestimmter Wein nicht da war und mit einem Mitarbeiter der Elektroabteilung. Den Grund kannte ich zwar nicht, aber ich hoffte sie nicht als Kundin zu bekommen. An mir ging der Kelch auch zum Glück vorrüber, allerdings traf es leider Martina, die mir gegenüber saß.

Dort packte eine Familie ihre Lebensmittel auf. Ein Mann, ca Mitte 40 und eine Frau, welche ich aufgrund ihres Verhalten und der roten Haare (einer billigen Haarfärbung sei Dank), heimlich Frau Unmöglich taufte. Sie war ca 40 Jahre alt. Bei sich hatten sie noch eine Tochter, welche zwischen 12 und 15 Jahren alt war. OK der 1. Einkaufswagen wurde aufgepackt und Lebensmittel füllten das Band. Naja Lebensmittel trifft es nicht wirklich. Das komplette Kassenband war voll mit Alkohol und es sah eher so aus, als wenn eine Kneipe neu bestückt werden musste. Töchterchen fragte noch nach einem Ü-Ei, welches ihr allerdings verweigert wurde, weil es zu teuer (!!!!!) war.

Gut im zweiten Einkaufswagen folgten dann Fernseher und Soundbar und Martina und ich warfen uns wissende Blicke zu und ahnten, dass hier in 5 Minuten nichts mehr so sein wird, wie es jetzt war. Mit jedem Bandrucken kam das Unheil näher. OK zuerst wurde der Alkohol im Wagen #1 verstaut und ein hoher 3-stelliger Betrag bezahlt. Nun kamen die Elektrogeräte und das Unheil nahm seinen Lauf. Martina nannte den Betrag von 630,-€, fragte nach der SdP-Karte und startete das EC-Gerät, als Frau Unmöglich fragte: „Ziehen sie noch den Rabatt ab?“. Martina erklärte nun höflich und geduldig die geografischen Unterschiede von NRW und Niedersachsen und auch noch den Unterschied von Rabatt und Gutschein und wiess darauf hin, dass wir das Angebot nicht gewähren. Das passte Frau Unmöglich so gar nicht und sie schoss um die Einkaufwagen herum, an meiner Kasse vorbei und baute sich vor Martina auf. Der Geruch, welcher dabei von Frau Unmöglich ausging, machte mir deutlich, dass sie die Kneipe war, die dringend aufgefüllt werden musste.

Frau Unmöglich machte Martina dann auch sehr deutlich mit einem: „Bist du zu böde einen Rabatt abzuziehen“? an. Martina fing nochmals an zu erklären, aber sie kam nicht weit, denn Frau Unmöglich grätschte mit einen: „Wenn du zu blöd zum kassieren bist, geh das Klo putzen“ dazwischen. Obwohl Martina über 30 Jahre im Einzelhandel arbeitet, wurde nun auch sie blaß. Sie griff zum Telefon und rief die Kassenaufsicht Ricarda an, welche dann auch kam und nochmals das Gleiche erklärte. Nun verstand Herr Unmöglich, welcher mittlerweile die EC-Zahlung abgeschlossen hatte und fragte Ricarda, wie das Problem denn nun zu lösen sei. Ricarda erklärte, dass sich die Kundeninfo gerne dem Problem annähme und die Zahlung rückgängig machen können und das die Familie das Angebot aus NRW gerne morgen in NRW einlösen könne. Da würden sie dann auch den Gutschein bekommen.

Ah ein Lichtblickl Herr Unmöglich und Töchterchen folgten Ricarda zur Kundeninfo. Leider war Frau Unmöglich nicht mitgegangen und drehte jetzt in Lautstärke und Wortwahl so richtig auf und fing an Martina zu beschimpfen. „Kassenhure“ ist das einzigste Wort, welches ich jetzt hier noch bringen kann. Der Rest war so deutlich unter der Gürtellinie, dass es selbst das Niveau einer Nutte auf dem Straßenstich deutlich unterschritten wurde. Dabei wurde Frau Unmöglich so laut, dass Frau Herbst an der Kundeninfo aufmerksam wurde und den stellvertretenden Marktleiter Herrn Ruhe anrief. Dieser kam mit 2 Detektiven im Schlepptau. Mittlerweile war Frau Unmöglich so aufgebracht, dass die Kunden im Umkreis von 5 m schon zurückwichen und Martina und ich froh waren, das zwischen der Kundin und uns noch die Kasse stand. Kassieren brauchten wir mittlerweile nicht mehr, da Frau Unmöglich die Aufmerksamkeit des halben Ladens auf sich zog.

Die Dektetive und Herr Ruhe versuchten beruhigend auf Frau Unmöglich einzuwirken, was sie aber noch mehr in Rage brachte. Erst als mit der Polizei gedroht wurde, beruhigte sie sich ein wenig. Auch das ihr Mann nun vom Eingangsbereich nach ihr rief (Töchterchen neben sich und beide mittlerweile sehr peinlich berührt), brachte sie auf den Boden der Tatsachen zurück und sie setze sich in Richtung Ausgang in Bewegung, aber nicht ohne Martina ein „Kassenschlampe“ da zu lassen. Sie kam allerdings noch ein Hausverbot auferlegt und musste dann mit ihrer Familie den Laden verlassen.

Der Auftritt diese „Dame“ wurde auf jeden Fall das Gesprächsthema im gesamten Laden und hielt sich bei knapp 200 Mitarbeiten mindestens 1 Woche lang. Sowas schaffen echt nur die unmöglichsten Kunden aus NRW findet

Stine die Biene

Ladendiebstahl #1

Dieses dunkle Thema kennt wohl jeder, der im Einzelhandel arbeitet. Es wird immer versucht zu klauen – mal erfolgreich und mal nicht erfolgreich. Alle Geschichten die es zu diesem Thema auf meinem Blog geben wird, sind verhinderte Ladendiebstähle und sie sollten bitte nicht nachgemacht werden. Kommen wir aber nun zur 1. Geschichte zu diesem Thema.

Es war nach 20 Uhr als ein junges Paar (beide Anfang 20) mit Kinderwagen in unseren Laden kam. Da Baby darin war vielleich 2 Monate alt. Die jungen Leute gingen einkaufen und fielen unserem Detektiv auf, welcher ihnen unauffällig folgte. Als das Paar an der Kasse nur wenige Teil bezahlte, erfolgte der Zugrifft und sie mussten mitkommen in die Zentrale.

Tja und dann mussten sie auspacken und unter Jacken, Decke des Kinderwagens und anderen kleineren Verstecken kam so einiges an Alkohol, teurem Parfüm und Zigaretten zusammen. Der Detektiv rief die Polizei, was das Pärchen nun aber gar nicht lustig fand. Es fing an den Detektiv und die zweite Person im Raum zu beschimpfen, zu beleidigen. Trotz ruhigem Verhaltens des Detektives, eskalierte die Situation und der junge Mann zückte ein Messer.

Zum Glück betrat in dem Moment die Polizei den Raum und sicherte die Situation sofort. Allerdings wurden dabei die Arme des Mannes sichtbar, welche wohl auf Drogenkonsum hindeutete. Tja und dann kam was nun kommen musste. Das Pärchen war total betrunken und bei beiden wurde auch noch Drogenkonsum festgestellt. Da beide mittlerweile auch noch angefangen hatten die Polizisten zu beleidigen und zu beschimpfen, wurde auch gleich noch das Jugendamt informiert und Eltern und Kind mussten den Supermarkt getrennt verlassen.

Solche Geschichten lassen selbst nicht das Personal kalt und und die Frage, wie tief man sinken kann stellt sich nicht nur

Stine die Biene

Die „Unfähigkeit“ der Kassierin

Wir fast jeder Supermarkt haben wir 2 Mal im Jahr eine Treuepunktaktion, wo Kunden Treupunkte sammeln können und dann ein Produkt sich von Anbieter aussuchen können, welches es dann deutlich günstiger gibt. Wenn man nun noch Punkte der SdP-Karte einsetzt, wird es nochmals günstiger. Bei dieser Treupunktaktion war das allerdings ziemlich blöd erklärt und so nahm das Unheil seinen Lauf und endete auf meinem Blog in einer Geschichte.

Es war Mittelschicht uns ich musste von 12-16 Uhr arbeiten und das an Kasse 1. Direkt hinter mir ist die Kundeninfo an der heute Frau Bach steht. Es war ein sehr ruhiger Tag und gegen 14 Uhr taucht bei mir eine Kundin mit einem Großeinkauf auf. Ich freue mich, denn das mag ich am Liebsten. Die Kundin hat insgesamt 6 Teile aus der Treuepunktaktion, welche jeweils 7,99€ kosten. Am ende reicht sie mir die SdP-Karte und möchte pro Treupunktartikel die auf dem Flyer angegeben 500 Punkte abgezogen haben. Tja und damit nahm das Problem seinen Lauf.

Ich erkläre der Kundin, dass das so nicht geht, weil die Kasse nicht splitten kann, Entweder muss ich die gesamten Punkte abziehen bis zum maximalen Einkaufswert (hier waren das knapp 87€) oder ich muss die Treuepunktartikel alle stornieren und einzeln eingeben und dann auf jedes Produkt die Punkte einzeln abziehen. Allerdings dann nicht 500 Punte (was 5 € entspricht), sondern dann auf jedes Produkt 799 Punkte. Die Kundin guckt mich entgeirstet an und verlangt dann wieder, dass ich pro Treuepunktprodukt 500 Punkte abziehen.

Ich erkläre nochmals mit aller Geduld, die ich aufbringen kann, dass das so nicht geht und warum es so nicht geht. Die Kunden guckt mich noch ungläubiger an und meint dann zu mir „Sie sind einfach unfähig. Wechseln Sie mal besser den Job!“ Da nun eine weitere Kundin an die Kasse gekommen ist und anfängt aufzupacken, frage ich die Kundin nun, ob ich die Punkte der SdP-Karte abziehen soll oder nicht. Wieder meint sie: „Ja pro Treuepunktprodukt bitte 500 Punkte!“ Ich erkläre nochmals, dass das nicht geht und das die Kasse nicht splitten kann.

Bevor die Erklärung in die 4. Runde geht, fragt die Kundin dahinter die 1. Kundin, ob sie sich nun endlich entscheiden könne, denn sie hätte gleich noch einen Termin. Die Kunden entscheidet dann, dass ich die Punkte abziehen soll und da sie genügend Punkte drauf hat, bekommt sie ihren einkauf komplett umsonst.

Zufrieden ist die Kunden aber trotzdem nicht, denn das war ja so gar nicht in ihrem Sinne und zum Abschied meint sie, dass sie sich jetzt über meine Unfähigkeit beschweren wird und das ich mir besser einen anderen Job suchen soll.

Gut sie geht zur Kundininfo hinter mir und Frau Bach, die schon mitbekommen hat worum es geht, erklärt der Kundin nochmals, dass die Kasse nicht splitten kann und das ich alles richtig gemacht habe. Die Kundin kann oder will nicht begreifen und betitelt jetzt auch Frau Bach als unfähig und verlangt, die Chefin.

Frau Gerecht erscheint nach kurzer Zeit an der Kundeninfo und hört sich das Problem an. Auch sie erklärt nochmals, dass die Kasse nicht splitten kann und das die Kassiererin alles richtig gemacht hat. Auch hier fängt die Kundin wieder eine Diskussion an und Frau Gerecht erklärt nochmals. Dann will die Kundin ihr Geld zurück haben und den Einkuaf da lassen. Frau Gerecht erklärt, dass das nicht möglich sei, weil sie mit den Punkten der SdP-Karte bezahlt hat und man die nicht wieder zurückbuchen kann. Die Diskussion geht noch etliche Minuten weiter, aber den Kundin kann nicht zufriedenstellend geholfen werden.

Einige Tage später bekommen wir eine Rückmeldung der Zentrale. Dort hat sich die Kundin über die Unfähigkeit der Kassiererin beschwert. Auch die Zentrale hat das gleiche erklärt, wie ich, Frau Bach und Frau Gerecht. Allerdings meinte die Zentrale dann noch, dass wir das bitte in Zukunft noch höflicher und noch freundlicher machen sollten, auch wenn wir Recht gehabt hätten.

Manchen Kunden kann man es leider nie Recht machen meint

Stine die Biene

Kunden und ihre Eigenarten #1 – Frau Verwirrt

Die meisten Kunden sind sehr nett und bei einigen freue ich mich immer, wenn sie an meine Kasse kommen. Dann gibt es noch Kunden, die einem immer im Gedächtnis bleiben – positiv wie negativ – und genau von so einer Kunden möchte ich heute erzählen. Ich nenne sie einfach mal Frau Verwirrt. Das Warum erklärt sich gleich von selbst.

Mitten in der Woche und ich muss Spätschicht arbeiten. Es ist sehr ruhig im Laden und an meine Kasse trat eine ältere Damen, so um die 75 Jahre und kaufe ein Set Socken für 5,99€. Normalerweise merke ich mir nicht, was die einzelnen Kunden kaufen, aber in diesem Fall ist es ausnahmsweise mal wichtig. Ich frage Frau Verwirrt nach der Sdp-Karten (= Sammel-die-Punkte-Karte*). Diese hat sie nicht, fragt mich aber, wo sie die bekommen könnte. Ich zeige auf den Stehtisch, welche 3 m von meiner Kasse entfernt steht und sage, dass Sie dort alle Unterlagen dazu findet.

Gut Frau Verwirrt beendet ihren Einkauf und ich kümmere mich um die nächste Kundin. Als diese fertig ist, steht Frau Verwirrt mit einem „Hackenprosche“ (Einkufsroller zum hinterher ziehen) an meiner Kasse und sagt: „Den habe ich gerade bei Ihnen gekauft. Der ist kaputt. Denn will ich nicht“. Ich erklärte der Kundin, dass sie bei mir eben nur ein paar Socken gekauft hat und das ich ihr nicht helfen könne, sondern sie mit dem Hackenporsche zur Kundeninfo müsse.

Da ich nicht weiß, wo dieser Hackenporsche plötzlich her kommt und was damit ist, kann ich leider nicht anders helfen. Frau Verwirrt bleibt aber an meiner Kasse stehen und behauptet, dass sie den eben bei mir gekauft hätte. Ich drucke ihren Bon aus und zeige ihr diesen und ziege auch, dass darauf nur Socken stehen und bitte sie wieder zur Kundeninfo zu gehen, damit sich Frau Bach, welche dort heute ihren Dienst versieht, ihr helfen kann.

Gut Frau Verwirrt geht und ich kann die nächste Kundin bedienen. Als diese fertig ist, fängt ein weitere Kundin an, ihren Wageninhalt aufs Band zu packen. Weit kommt sie nicht, denn von hinten kommt Frau Verwirrt angerauscht und schubst die kleine und zierliche Kundenin fast Kopfüber in ihren Einkaufswagen. Frau Verwirrt baut sich mit ihrem Hackenporsche in der einen Hand und den Rädern in der anderen Hand vor mir auf und brüllt: „Der ist kaputt. Den haben Sie mir eben kaputt verkauft! Den will ich nicht!“. Bevor ich noch irgendetwas sagen kann, biegt Frau Bach von der Kundeninfo gerade um die Ecke, weil sie die Einkaufskörbe einsammeln möchte.

Si fragt mich, was los ist und ich erkläre kurz. Dann nimmt Frau Bach Frau Verwirrt mit zur Kundeninof und kümmert sich um sie, während ich meine nächste Kundin kassiere.

Zum Feierabend hin erfahre ich dann, dass Frau Bach die Rollen neu auf den Hackenprosche montiert und geischert hat und das Frau Verwirrt dann glücklich und zufrieden mit dem Selbigen abgezogen ist.

Machne Probleme lassen sich zum Glück leicht lösen findet

Stine die Biene

  • Die SdP-Karte ist eine Karte zum Punkte sammeln. Davon gibt es 2 Systheme. Da ich anonym blogge möchte ich das systhem, welches wir verwenden, nicht namentlich nennen, da sonst Rückschlüsse möglich wären

Traurige Momente im Supermarkt #1

Heute soll es mal um eine traurige Geschichte gehen, welche durchaus aus vorkommen. Dies zum Glück aber selten. Wir schreiben den 23. Dezember und ein Stammkunde so zwischen 40 und 50 Jahren kommt in den Getränkemarkt. Er kommt immer 2 mal die Woche und kauft Mineralwasser, Sprudel, Cola und Bier. Er ist immer sehr nett und sehr freundlich und hält auch immer einen kleinen Plausch mit der Kassierin. Heute war es Beate.

Da gerade ein ruhiger Moment war hatte sie Zeit und der Kunde erzählte ihr, dass es ihm nicht so gut ging. Sein Bein würde Probleme machen. Das täte seit einiger Zeit weh und wäre ganz warm und das er nach Weihnachten mal zum Arzt damit müsse. Sie unterhalten sich noch ein bisschen weiter und als neue Kunden kommen, geht unser Stammkunde los, um seine Getränkekisten zu holen.

Er kommt nicht weit, denn im 1. Gang hinter der Kasse bricht er zusammen. Alle Ersthelfer werden zusammengetrommelt, denn der Mann muss reanimiert werden. Dies schaffen die Ersthelfer auch und Rettungswagen und Notarzt nehmen in mit ins KH.

Am 27.12 als wir nach der Frühschicht unsere Kassen abrechnen, klingelt im Kassenbüro das Telefon. Der Bruder des Stammkunden. „Wir sollten uns bitte nicht wundern, dass das Auto des Bruders immer noch vor dem Getränkemarkt steht. Der Bruder sei am 24.12. im KH an einer Lungenembolie verstorben und der müsse sich erst den Schlüssel besorgen, um es wegfahren zu können!“

Diese Nachricht schockt und alle, denn der Stammkunde war sehr beliebt bei uns und wir mochten ihn alle sehr gerne. Leider gibt es es solche Fälle in unserem Alltag und die stimmen sehr traurig, besonders

Stine die Biene

Die Kassiererin ist an allem schuld #1

Es war an einem sehr, sehr, sehr vollen Samstag und diese Schicht hätte man echt in die Tonne kloppen können. Aber gut ich erzähle von Anfang an. Ich hatte eine lange Frühschicht von 8-14 Uhr und saß an Kasse 6, welche immer gut frequentiert wird, da sie an einem Mittelgang liegt und viele Kunden einen immer sofort sehen. Gut so konnte mir wenigstens nicht langweilig werden.

Gegen 8:30 Uhr tauchte an meiner Kasse ein älterer Herr auf, welcher ein Soda Stream Gerät in der Hand hatte. Davon haben wir 4 Modelle im Angebot und eins war in der Werbung. Ich scannte den Karton und meinte dann so: „129,-€ bitte“

Der Kunde regte sich sofort auf, dass das nicht sein könnte. Das Gerät wäre in der Werbung und würde nur 99€ kosten und ich bot an in der Abteilung anzurufen. Das tat ich dann auch und schilderte der Kollegin das Problem. Sie teilte mir dann mit, dass die Kasse recht hat und das die Geräte aus der Werbung im Kopfregal im Gang stehen würden und das das Paket entweder falsch eingeräumt war oder der Kunde sich vergriffen hätte.

Ich legte auf und teile dem Kunden mit, dass der Preis stimmt und wo die Geräte aus der Werbung stehen würden. Anstatt sich zu bedanken, haute er mit das Gerät fast um die Ohren und meinte dann so: „Das nehme ich nicht mit. Ich kann nichts dafür, wenn Sie zu blöd zum einräumen sind. Ich werde mich über sie beschweren!“ Sprach es, knallte das Gerät aufs Kassenband und verschwand in den Laden Richtung Haushaltsabteilung.

Ich rief die Kassenaufsicht Ricarda an und sie machte einen Bonabbruch und nahm das Gerät gleich mit. Kurze Zeit später tauchte der Kunde mit dem richtigen Gerät an der Info auf und während er bezahlte beschwerte er sich auch gleich darüber, das die Kassierin zu faul war die Geräte in der Abteilung richtig einzuräumen. Dumm nur, dass ich nur an der Kasse arbeite und nicht auf der Fläche.

Gut ca 30 Minuten später steht ein jüngerer Mann bei mir an der Kasse und möchte 10 Toast kaufen. Eins geht mit 0,55€ über die Kasse und bevor ich noch irgendetwas sagen kann, schnautz mich der Kunde gleich an: „Das kann nicht sein. Die kosten nur 0,33€!“ Ich fange erst gar keine Diskussion an, sondern rufe in der entsprechenden Abteilung an und habe den Leiter der Frischeabteilung, Herrn Unlust am Telefon. Ich schildere das Problem und höre dann nur noch: „Oh man jetzt sind die zu blöd zum Arbeiten. Das war ein Angebot, welches nur am Donnerstag galt. Gut ich gehe die Schilder umtauschen und Sie geben dem Kunden seine 0,33€“

Ich erkläre dem Kunden, was Herr Unlust gesagt hat und ändere den Preis in der Kasse. Anstatt sich zu bedanken kommt nur ein: „Darauf hätte ich jetzt aber auch bestanden. ich kann ja nichts dafür, wenn Sie nicht fähig sind in der Abteilung die Schilder richtig zu setzen. Gestern habe ich sie ja noch dahinten gesehen. Ich werde mich über sie beschweren!“.

Ja …. mein Kopf knallte fast auf den Scanner und ich überlegte, ob ich aus der Haushaltswarenabteilung eine Bratpfanne holen sollte und sie dem Kunden mit Schwung auf den Kopf donnern sollte. Ich entschied mich dagegen, zumal ich noch nie hinten auf der Fläche gearbeitet habe und den gestrigen Tag erst Recht nicht, weil ich da frei hatte.

Die Schicht lief weiter und es wurde immer voller. Erst waren 6 Kassen von 13 geöffnet und ab 12 Uhr waren es 9 Kassen, was immer noch deutlich zu wenig war. Kurz nach 12 piepte der Pfandautomat, welche in der Nähe von Kasse 13 steht. Die Kundin, die ihn gerade mit Flaschen befällt hatte, setzte sich in Bewegung und ging an 5 besetzten Kassen vorbei um sich vor meiner Kasse aufzubauen. „Sie kommen jetzt mal mit zum Pfandautomat!“. Ich erklärte kurz, dass ich meine Kasse nicht verlassen könne, aber den Ordnungdienst anrufen werde. Noch bevor ich den Hörer in der Hand hatte, wurde ich von der Kundin als „faul“ bezeichnet. Klar ich kann auch gerade ca 12 Kunden stehen lassen und mich um eine Aufgabe kümmern, die ich noch nie vorher gemacht habe. Ich griff zum Hörer und während ich dem Ordnungdienst Bescheid sagte, hörte ich nur noch ein: „Ich werde mich über die faule Kassiererin beschweren!“. OK dachte ich nur noch tu, was du nicht lassen kannst und kassierte weiter.

Sie ging wirklich zur Kundeninfo um sich über mich zu beschweren. Leider traf sie dort auf meine Chefin Frau Gerecht, die ihr das Gleiche erklärte wie ich. Danke dafür.

Auch die längste Schicht geht irgendwann zu Ende und um 13:56 Uhr steht meine Ablösung hinter mir. Ich freue mich, denn es war heute ein echt anstrengender Tag. Ich ziehe den Kassenschnitt, melde mich ab und nehme meine Lade, mein Körbchen und mein Getränk und laufe in Richtung Kassenbüro. Ich komme nicht weit……eine ältere Dame mit Rollator stellt sich mir in den Wg und meint dann: „So Sie machen sofort eine neue Kasse auf. Ich kann und will hier nicht länger warten!“. Ich meinte dann nur so: „Tut mir leid. Ich habe jetzt Feierabend, aber meine Kollegin kassiert sie gerne ab!“. Das die Kundin mir nun nicht ihre Einkäufe um die Ohren haut, grenzt an ein Wunder. Wutentbrannt schleudert sie mir ein „Faules Miststück“ entgegen und geht in Richtung Kundeninfo. Ich gehe ins Kassenbüro, rechne ab, gucke auf den Dienstplan und verabschiede mich ins Wochenende.

Zum Ausstempeln und Umziehen muss ich an der Kundeninfo vorbei und höre schon von weitem ein lauten Schimpfen und Zetern. Die Kundin von eben diskutiert mit Herrn Ruhe, den stellvertretenden Marktleiter, an der Kundeninfo und als sie mich sieht ruft sie ganz laut: „Ah da ist das faule Weibstück, dass mich nicht kassiern wollte. Zitieren sie die sofort zur Kasse. Die soll arbeiten!“. ich bekomme nur noch mit, wie Herr Ruhe erklärt, dass ich meine Stunden schon abgeleistet habe und nun Feierabend habe. Die Zeit, die sie da mit der Diskussion schon verloren hat, hätte sie besser an einer Kasse verbracht. Dann wäre sie schon mit Einkauf drausen. Als ich wieder nach oben komme und den Laden verlassen will, bekomme ich nur noch mit, dass die Situation so eskaliert ist, das die Dame ohne Einkäufe aber mit Hausverbot den Laden verlassen musste.

Was mit manchen Kunden nur los ist, fragt sich jetzt bestimmt nicht nur

Stine die Biene

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